Arbeitsgruppen
Novembertagung 2011
- Martin von Mackensen: Das Organismusprinzip in seiner Anwendung im biologisch-dynamischen Landbau
- Wolfgang Stränz: CSA
- Dr. Martin Schlüter: Einführung in den Goetheanismus anhand der Wetterkunde
- Engelbert Eichholz: Metall bearbeiten und Landtechnik verstehen (Kurs belegt!)
- Ruth Mandera: Die Nachtschattengewächse - eine ungewöhnliche Familie
- G.-Michael Hahn: Biologisch-dynamische Aspekte beim Umgang mit Bäumen und Wäldern
- PD Dr. Hans-Christoph Vahle: Von Augentrost bis Zittergras - Pflanzengesellschaften für die Gesundung der Landwirtschaft
- Donata Fellner: Eurythmie
- Wiebke Kretschmann: Singen "...ein Geschenk des Himmels"
- Gerhard Stocker: Der Mensch zwischen Himmel und Erde - phänomenologische Astronomie
- Dominique Blondeau: Perspektiven eines praktischen Humusaufbaus (aussi en langue francaise!*)
- Sven Hubert: Pferdearbeit
- Rachel Gerken: Volkstanz
- Susanne Kratt: Schenken - Leihen - Beteiligen, die Qualitäten des Geldes und ihre Wirkung in der Landwirtschaft
- Janne Länsipuro aus Finnland: Soziale Dreigliederung (in englischer Sprache)
- Ruud Hendriks aus NL: Bio-Dyn und moderne Spiritualität (in englischer Sprache)
- Marisol Garrido aus Spanien: Böden, Landwirtschaft und Landschaft im Mittelmeerraum (in englischer Sprache) Kurs fällt aus!
(*Il y a encore des places prioritaires pour des locuteurs natifs francaises chez Dominique Blondeau. Contactez november (at) maltehoevel.de svp.)
Kursdetails
Das Organismusprinzip in seiner Anwendung im biologisch-dynamischen Landbau
Dozent: Martin von Mackensen
- arbeitet und unterrichtet an der Landbauschule Dottenfelderhof.
Folgende Fragen sollen Inhalt sein:
- Der Hof als Quell neuer Impulse in die Gesellschaft miteinander für die Natur
- Vorbild Hoforganismus
- landwirtschaftlicher Organismus
- Vorbild für Lebensvorgänge?
- zukunftsfähige Systeme?
- Können Höfe und ihre Entwicklung die Vielfalt auf dem Lande neu beleben?
- Welche Bewusstseinsstrukturen braucht es, wenn von Mensch zu Mensch im Hof-Organismus gearbeitet werden soll?
- Wie kann man aus dem Alltag heraus eine Arbeit nach Innen entwickeln?
CSA (Community Supported Agriculture) Hof vermarkten, Landwirtschaft vermitteln
Dozent: Wolfgang Stränz
- seit 20 Jahren verantwortlich für die Finanzen der Wirtschaftsgemeinschaft
Buschbergof (CSA) und seit einigen Jahren Geschäftsführer der
Gemeinnützigen Landbauforschungsgesellschaft Fuhlenhagen (Eigentümerin
des Hofes und Trägerin der Sozialarbeit mit Menschen mit Behinderung).
Vorbereitung erwünscht!!
CSA - Warum: Produktionsbedingungen in der Landwirtschaft, Übernahme von Risiko und
Verantwortung durch nicht-aktive Landwirte, Brüderliche Gestaltung des Wirtschaftsprozesses
CSA praktisch: Produktion, Distribution, Konsumption
CSA Vorteile: Vielfalt, Qualität, Bodenfruchtbarkeit
Hier die thematischen Schwerpunkte des CSA-Kurses:
- Die Entwicklung zur Vernunft
- gesellschaftliche Fragen (Dreigliederung)
- wirtschaftliche Fragen (assoziatives Wirtschaften)
- Konsequenzen für den Betrieb
- Die ersten praktischen Schritte zu CSA
Einführung in den Goetheanismus anhand der Wetterkunde
Dozent: Dr. Martin Schlüter
- Physikstudium in Heidelberg und Frankfurt, anschließend sieben Jahre Leiter des Fichte-Hauses in Tübingen, Seit 12
Jahren Oberstufenlehrer für Mathematik und Physik in Stuttgart und Bochum. Seit zwei Jahren Mitarbeiter des Institutes für
Waldorfpädagogik in Witten/Annen.
Praktische Einführung in die Witterungs- und Klimakunde nach der naturwissenschaftlichen Methode Goethes
Metall bearbeiten und Landtechnik verstehen - Kleingruppen-Workshop
Dozent: Engelbert Eichholz
Stahl ist ein zentraler Werkstoff in der Landtechnik. In diesem Workshop können wir ihn als gestaltbares Material erleben. Wir werden
schmieden, biegen und bohren.
Damit wir überhaupt bohren können, befassen wir uns ausführlich mit dem Anschleifen von Bohrern.
Während die eine Kleingruppe schmiedet, die andere schleift und bohrt, können wir uns in einer dritten Gruppe je nach Interessenlage
landtechnischen Grundlagen zuwenden: von der Schraube bis zur Funktionsweise eines stufenlosen Getriebes...
Die Kleingruppen wechseln durch.
Gruppengröße begrenzt auf insgesamt 12 Teilnehmer.
Wer teilnehmen möchte, sollte Arbeitshandschuhe mitbringen, stumpfe Bohrer aus der Hofwerkstatt, konkrete Fragen und wenn möglich
Handbohrmaschinen und einen Schleifbock. (wichtig)
Kurs belegt! Leider keine weitere Anmeldung mehr möglich.
Die Nachtschattengewächse - eine ungewöhnliche Familie
Dozentin: Ruth Mandera
Pommes mit Ketchup und danach eine Zigarette: unsere moderne, hektische Zivilisation ist Nachtschatten-geprägt. Gleichzeitig locken sie mit
dunklen, nicht reglementierten Seelengründen:
"Da sich mein Leib in jener Gärten Zaubergrund verirrte
Wo blauer Schierling
zwischen Stauden dunkler Tollkirschblüten stand ..." (Ernst Stadler).
In unübertroffener Weise vereinen
Nachtschattengewächse Nahrungs-, Gift- und Heilpflanzen. Wie ist das möglich? Was können wir von ihnen lernen?
Von Augentrost bis Zittergras: Pflanzengesellschaften für die Gesundung der Landwirtschaft
Dozent: PD Dr. Hans-Christoph Vahle
- Pflanzensoziologe mit Schwerpunkt "Goetheanistische Vegetationskunde" und Vegetation der Kulturlandschaft. 2009
Gründung der Akademie für angewandte Vegetationskunde.
Seltene Wildpflanzen, die irgendwo auf feuchten Wiesen, am Waldrand oder auf einer Heideböschung wachsen, scheinen für die
landwirtschaftliche Produktion zunächst keine Bedeutung zu haben. Doch es gibt Hinweise für genau das Gegenteil... Die Vielfalt an
Wildpflanzen-Gesellschaften der historischen Kulturlandschaft hatte um die Mitte des 19. Jahrhunderts ein Maximum, das auch vom Ökolandbau
heute nicht wieder erreicht wird. Was können wir für die Zukunft daraus lernen? Welche Pflanzengesellschaften sind heilsam für Landschaft
und Mensch, die heute weitgehend fehlen? Und welche Pflanzengesellschaften sind die Organe des Hoforganismus – wie war das früher, wie ist das
heute, wie kann das morgen sein? Mit zukunftsträchtigen Beispielen von Hof Sackern und den "Ravensberger LichtLandschaften".
An
dem Kurs können max. 30 Personen teilnehmen.
Eurythmie
Dozentin: Donata Fellner
Die Hingabe an das Andere verwandelt immer zugleich das eigene Wesen: Was wir in uns lösen, entbindet Vergangenes, welches dann für das
tätige Erbilden der Zukuft erst in wahrhaftem Sinne frei zu werden vermag.
Anhand von Übungen zu Grundelementen der Eurythmie und dem
Gedicht "Die Fußwaschung" von Christian Morgenstern wollen wir mit diesem Thema umgehen.
Singen "...ein Geschenk des Himmels"
Dozentin: Wiebke Kretschmann
- Musikpädagogin und Chorleiterin aus Mölln, Schleswig-Holstein
Dieser Kurs richtet sich ganz bewußt auch an diejenigen Menschen, die bislang noch nicht die Gelegenheit oder den Mut hatten, mit ihrer
Stimme und dem Singen-in-Gemeinschaft, in Kontakt zu treten.
Durch verschiedenartige Übungen und Wege des Einstudierens ist es auch
ohne langjährige Chorerfahrung und sichere Notenkenntnis möglich, ein intensives Sing- und Musikerlebnis miteinander zu teilen.
Ein reicher Schatz an Liedern und Kompositionen, vom Kanon bis zum 4-st. Satz; freies Tönen und Obertönen, tun ihr übriges, um ein
vielfältiges und tiefes Erleben möglich zu machen.
Singen öffnet das Herz und verbindet Menschen, auch über Ländergrenzen
hinweg.
In diesem Sinne freue ich mich auf einen bunten Kreis sangesfreudiger Menschen!
Der Mensch zwischen Himmel und Erde - phänomenologische Astronomie
Dozent: Gerhard Stocker
Wenn der Betrachter und Beobachter der atmosphärischen und kosmischen Phänomene seinen eigenen Standpunkt ernst nimmt, kommt er zu einer
interessanten und aufschlussreichen Bewertung seines Verhältnisses zur Welt.
An dem Kurs können max. 20 Personen teilnehmen.
Perspektiven eines praktischen Humusaufbaus
Dozent: Dominique Blondeau
Humus spielt eine zentrale Rolle im Ackerbau. Welcher Humusaufbau sinnvoll ist, welche Rolle dabei Kompost und biologisch-dynamische Präparate
spielen, und welche Art Gründüngung eine lebendige Erde hervorbringen kann - diese Fragen werden erläutert und Antworten gesucht.
Das Verständnis des Pflanzenwachstums bildet auch die Grundlage für das Verstehen dieses großen Systems: HUMUS.
An dem Kurs können
max. 20-25 Personen teilnehmen.
Der Kurs wird bei Bedarf ins Französische übersetzt! / aussi possible en langue francaise!
Il y a encore des places prioritaires pour des locuteurs natifs francaises chez Dominique Blondeau. Contactez november (at) maltehoevel.de svp.
Pferdearbeit
Dozent: Sven Hubert
- Ausbildung von Arbeitspferden und Gespannführern
- Geräte: Handhabung, Einsatzmöglichkeiten, alte und neue Geräte
Die Voraussetzung der Teilnahme an dem Kurs ist, dass man sich vorher mit dem Thema Pferdearbeit bereits auseinandergesetzt hat und Fragen mit in den Kursus bringt.
Maximale Teilnehmerzahl: 15
Volkstanz
Dozentin: Rachel Gerken
Volkstanz... für das was zwischen der Arbeit geschehen möchte...Tanzen erholt, entspannt (auch wenn man auch da mal ins Schwitzen kommen
kann) und vor allem verbindet..denn Volkstanzen kann man nicht alleine...
Volkstanz ist vielseitig, von ganz leicht bis ganz schön
schwierig, von Irland bis Armenien wird vieles dabei sein, wo der Schwerpunkt liegen wird entscheiden wir spontan zusammen...
Schenken - Leihen - Beteiligen, die Qualitäten des Geldes und ihre
Wirkung in der Landwirtschaft
Dozentin: Susanne Kratt
Wir wollen uns zunächst mit den verschiedenen Möglichkeiten des Umganges mit Geld befassen. Dabei wollen wir nach unseren eigenen
Erfahrungen fragen, Wünsche formulieren und bestehende Institutionen kennen lernen, die diese Geldqualitäten in realen Projekten und
Initiativen bereits einsetzen (Institutionen der GLS Bank).
Dabei konzentrieren wir uns immer mehr auf die Fragen der Finanzierung von
landwirtschaftlichen Betrieben. Auch hier wollen wir zurück greifen auf die Erfahrungen der TeilnehmerInnen des Kurses: Welche
Finanzierungsgrundlage haben Ihre Lehrbetriebe? Welche Varianten gibt es zwischen gemeinnützigen Trägern, privaten Eigentümern,
Wirtschaftsgemeinschaften und anderen Formen?
Im dritten Teil des Kurses wollen wir uns auf die Frage der Finanzierung von ökologisch zu
bewirtschaftenden landwirtschaftlichen Flächen konzentrieren. Wer bietet Land an, wer benötigt Land, wie gestaltet sich das Angebot und
die Nachfrage. Welche Geldmittel können in welcher Weise dazu eingesetzt werden. Hier wird auch der aktuelle Bio-Bodenfonds der GLS Bank und
seine Weiterentwicklung anhand konkreter Anfragen von Betrieben vorgestellt.
Soziale Dreigliederung (in englischer Sprache)
Dozent: Janne Länsipuro aus Finnland
- Janne Länsipuro hat seit vielen Jahren im biologisch-dynamischen Gartenbau und der Lebensmittelversorgung in Kooperativen
und anderen Formen des gemeinschaftsorientierten Unternehmertums gearbeitet. Er unterrichtet in der biologisch-dynamischen Ausbildung in Finnland
und war an mehreren EU-Projekten zur Entwicklung der biologischen / biodynamischen Berufsausbildung beteiligt. Janne ist ein aktives Mitglied der
Grünen in Finnland.
Wir werden uns mit Wirtschaft, Rechtsleben und Kultur in Landwirtschaft und hofgemeinschaftsbasierten sozialen und kulturellen Initiativen befassen,
sowie deren Wechselwirkung mit dem Rest der Gesellschaft erkunden.
Einige große Fragen, die auftreten werden:
Eigentumsverhältnisse,
die Natur und die Rolle des Geldes, Regulierung, Gesetzgebung und Normen, unterschiedliche Rollen und Relevanzen der verschiedenen Arten von
gesellschaftlichen Organisationen und juristischen Personen (Firmen, Genossenschaften, NGOs, Stiftungen, Trusts) auf und rund um Höfe.
Die
Workshopteilnehmer sind eingeladen, von verschiedenen Modellen des Eigentums, der Organisation und des sozialen Engagements zu berichten, mit denen
sie in Berührung gekommen sind (z.B. CSAs, Camphills, Kooperativen und Familienbauernhöfe).
Wir hoffen in diesem Workshop zu
Erkenntnissen, Verknüpfungen und Ideen zu kommen, die den Workshopteilnehmern Anstoßpunkte geben können für eine Weiterentwicklung
von Bauernhöfen als gesunde, innovative und dynamische Organismen in der Gesellschaft.
Bio-Dyn und moderne Spiritualität (in englischer Sprache)
Dozent: Ruud Hendriks
In my workshop I am planning to discuss the limits of biodynamic agriculture. I will start with a short introduction in developments which I see
happening in the biodynamic realm. After that I would like to discuss with the participants what is our biodynamic agriculture at thís moment
(which implicates that it will be different for others at this moment and different for us an another moment). And those differences make
development possible.
In the years between the twenties of the last century when biodynamic farming developed and now many people worked with
biodynamics according to the book. The Agricultural Course was like a bible and people were discussing what interpretation is the correct one.
Slowly we are getting used to take our own responsibility in deciding what we consider biodynamic. The compulsory use of preparations started a
discussion which I consider interesting for further development.
Do they always work, also when the user doesn't believe in them? Or do they
only work in connection with the person who uses them?
Is the use of Bach remedies, Mandela's, meditation, crop circles, energizers part of
biodynamic agriculture?
Can a farm only work biodynamic when it is a mixed farm? Or would a crop be better off with a specialist in one farming
aspect who cooperates with another specialist who is his/her neighbor?
Is it necessary to prove the biodynamic way of working in a scientific
way (chromatography, crystallization) or is the intuition of the consumer the best proof we can have?
One could say that the discussion goes
parallel with the one in religion. We used to have one belief, go the church of that belief and the priest told us exactly what to believe. If that
didn't fit, you would look for another church with another priest. Steiner was often considered a kind of priest who exactly told us how to do
things. Nowadays many people develop their own religion. The interesting thing is to develop your own religion (your own biodynamic farming), but
to keep in touch with other individuals to develop a common sense in what you consider religion (biodynamics). That is how I think Steiner would
like to see biodynamics develop. Take his ideas and thoughts as a basis and develop them further. Especially for the young generation with a very
individual style I think this is important. In the Netherlands we have, compared to most countries and definitely to Germany, a very individual
society (sometimes maybe too individual), so we practice a lot with this individual/society discussion.

