Kurzbeiträge
Am Freitag Vormittag wird es einen Raum geben, wo es die Möglichkeit gibt, etwas von sich vorzustellen: ein Projekt, eine Jahresarbeit, eine wichtige Idee... Jeder Vorsteller hat 5 min. Zeit, eine Bühne, eine Tafel einen Beamer und alle die ihm zuhören.
Wenn ihr einen Beitrag habt, dann sagt uns vorher Bescheid, vor allem, wenn ihr etwas von der Technik braucht. Bitte wendet Euch zeitig vorher an johanna.z (at) gmx.net.
Es kann nicht jeder etwas sagen, die Zeit ist begrenzt. Wir freuen uns auf jeden Beitrag der von euch kommt.
Vorträge
- Michael Debus: "Zukunft wollen und Vergangenheit wissen - die Wirklichkeit ist konkret" - Donnerstag, 27. 10. 2011, 20:00 Uhr
- Christoph Vahle: "Der dreigliedrige Hoforganismus der Zukunft und seine pflanzensoziologischen Wurzeln" - Freitag, 28. 10. 2011, 20:00 Uhr
- Philipp Wenz: "Gut mit Rindern arbeiten: Low-Stress-Stockmanship" - Samstag, 29. 10. 2011, 20:00 Uhr
- Anita Idel: "Kuh und Grünland - Lokale und globale Aspekte einer Symbiose" - Sonntag, 30. 10. 2011, 9:30 Uhr
Vortragsdetails
Zukunft wollen und Vergangenheit wissen - die Wirklichkeit ist konkret
Referent: Michael Debus
- studierte in Tübingen und Erlangen Mathematik, Physik und Philosophie. Nach seiner theologischen Ausbildung wurde er
Pfarrer der Christengemeinschaft in Stuttgart. Ab 1978 war er in der Leitung der Freien Hochschule der Christengemeinschaft (Priesterseminar in
Stuttgart) tätig. Seit 2008 ist er wieder Gemeindepfarrer und wirkt in Stuttgart-Möhringen.
Der dreigliedrige Hoforganismus der Zukunft und seine pflanzensoziologischen Wurzeln
Referent: Dr. Christoph Vahle
- Pflanzensoziologe mit Schwerpunkt "Goetheanistische Vegetationskunde" und Vegetation der Kulturlandschaft. 2009
Gründung der Akademie für angewandte Vegetationskunde.
Durch die pflanzensoziologische Forschung können wir auf landschaftliche Verhältnisse der letzten 80 Jahre detailliert zurück
blicken. Alte Vegetationsdokumente zeigen uns beispielsweise Grünland-, Ackerwildkraut- oder Saum-Gesellschaften, die heute nahezu
ausgestorben sind. Bei genauerem Studium wird deutlich, dass sich damals schon ein dreigliedriger Kulturlandschafts-Organismus abzuzeichnen begann,
der jedoch seine Blütezeit noch nicht erreicht hat. Dieser Schritt kann und muss nun bewusst vollzogen werden - unter Einbeziehung aller der
notwendigen Pflanzengesellschaften als der "Organe" dieses Organismus. Solche Landschaftsgestaltung geht weit über das im
"Landwirtschaftlichen Kurs" überlieferte Wissen hinaus, bleibt jedoch methodisch exakt in der Spur von Rudolf Steiner. Die
Pflanzensoziologie ist die Patin dieser Konzeption.
Gut mit Rindern arbeiten: Low-Stress-Stockmanship
Referent: Philipp Wenz
- Zivildienst in einer Gärtnerei, Landwirtschaftliche Lehre in der Schweiz und Deutschland, Studium der Landwirtschaft an den
Universitäten Freising-Weihenstephan und Göttingen. Nach dem Studium Berater für ökologische Landwirtschaft in Brandenburg und
Rheinland-Pfalz. Betriebsleiter eines großen Biobetriebes mit Ackerbau und Mutterkuhhaltung in Mecklenburg. Mehrfach Reisen in die USA um LSS
zu lernen. Seit knapp 4 Jahren selbständiger Berater mit Schwerpunkt Umgang mit Rindern.
Im Vortrag können aufgrund der begrenzten Zeit nur grundlegende Hinweise zum Verständis des Verhaltens von und zur Arbeit mit Rindern
gegeben werden. Von der Wahrnehmung der Tiere und wie der Mensch auf die Tiere wirkt? Woran erkennt man Stress und wie kann man ihn vermeiden. Von
dem einen weit verbreiteten Missverständnis bei Demeter-Landwirten bezüglich der Rinderhaltung. Ein Vorschlag zum anthroposophischen
Verständnis von LSS.
Kuh und Grünland - Lokale und globale Aspekte einer Symbiose
Referentin: Dr. Anita Idel
- Tierärztin, langjährige Mitarbeiterin des schweizer Forschungsinstituts für biologische Landwitschaft (FibL) und
Mitautorin des Weltagrarberichts ist dem speziellen Verhältnis von Kuh und Weide in ihrer jüngsten Publikation "Die Kuh ist kein
Klima-Killer" intensiv nachgegangen. Sie wird uns in ihrem Vortrag über ihre Forschung und ihre Ergebnisse berichten und uns
Anstöße sowohl globaler als auch konkret-praktischer Natur liefern.
Wir wissen alle um die problematischen Auswirkungen intensiver Viehhaltung auf Klima und Welternährung. Auch auf Demeter-Höfen sind die
hofnahen Grünland-Flächen vielerorts von der Milchviehherde hoffnungslos überweidet - und das Jungvieh steht den ganzen Sommer auf
ungepflegten Weiden im letzten Winkel, die nichts mit dem Begriff "extensiver Nutzung" zu tun haben. Dabei kann nachhaltig genutztes,
mehrjähriges Grünland ein zentraler Schlüssel zur Lösung der drängensten globalen Probleme darstellen. Es gibt also viel
zu tun.

